Mit insgesamt 13 Rallyes auf zwei Rädern und 2 Rallyes als Navigator, konnte ich für mein Alter bereits einiges an Erfahrung sammeln. Mein Fokus liegt dabei auf Cross-Country-Rallyes in der ganzen Welt – Events bei denen Navigation, Fahrkönnen, Ausdauer und Strategie über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Als Rally-Ambassador der RBI engagiere ich mich für den Nachwuchs des Sports und versuche, durch regelmäßige Berichterstattung den Sport authentisch und greifbar näher zu bringen.
Neben dem Motorsport arbeite ich als studierter Wirtschaftsingenieur als Projektmanager in der Immobilienbranche.
MEINE
Geschichte
Der Traum der Rallye Dakar entstand schon im Kindesalter, zu Zeiten, als ich als kleiner Junge vorm Fernseher saß und mit meinem Vater die Eurosport-Übertragung verfolgte. Mein Vater Hardin nahm selbst in den 90er Jahren an internationalen Rallyes, unter anderem der Rallye Breslau
und der Optic 2000 Rallye, teil.
Die Leidenschaft wurde also quasi vererbt.
Gemeinsam standen wir 2018 an der Startlinie der Rallye Breslau in Polen, bei der wir die ersten Schritte meiner Rallye-Karriere im Alter von 17 Jahren gingen.
Von Beginn an bereiteten wir uns gemeinsam in der heimischen Garage vor, entwickelten das Material und uns von Jahr zu Jahr weiter.
Von der ersten Rallye an gingen wir den Weg zusammen als Familie, bis schließlich hin zur Rallye Dakar und dem Junior WM Titel.
Motivation
Bereits nach der ersten Rallye war ich begeistert. Der legendäre Rallye-Spirit, der Sportsgeist, der Zusammenhalt untereinander, sowohl im Fahrerlager, als auch auf der Strecke, ist einmalig.
Jahr für Jahr entwickelte ich mich als Fahrer weiter, insbesondere die anspruchsvolle Navigation sollte sich als mein Steckenpferd herausstellen.
Aber auch der Speed kam nach und nach, mit jeder Rallye wuchs die Motivation, auch abseits der Strecke an mir zu arbeiten.
Doch das Training mit Studium und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist nicht so einfach.
Um die enormen Kosten der Rallye Dakar stemmen zu können, nahm ich einen Kredit über 50.000€ auf.
Um diesen abzubezahlen arbeite ich Vollzeit, wodurch das Training neben und auf dem Motorrad leider gelegentlich zu kurz kommt.
Durch den Erfolg im Jahr 2025 konnte ich zeigen, dass man sich auch als Privat-Fahrer in der Rallye-Welt, unter den Profis behaupten kann.
Die größte Herausforderung ist hierbei für mich jedoch immer wieder, überhaupt das Budget für jedes Rennen zusammenzubekommen.
ERFOLGE
Mit dem Finish der Rallye Dakar 2025 konnte ich als bislang jüngster deutscher Dakar Teilnehmer Geschichte schreiben. Doch damit noch nicht genug - die Rallye-Saison 2025 war für mich die bislang ereignisreichste und gleichzeitig erfolgreichste.
Unmittelbar nach der Dakar ging es erneut zur Abu Dhabi Desert Challenge. Hier konnte ich trotz technischer Probleme auf dem Weg zur ersten Etappe, nach rund zwei Stunden Schrauben am Straßenrand, mein Rennen fortsetzen und als 3. Platz in der Junior Kategorie abschließen.
Im Mai folgte die Baja Europe mit meinem ersten Etappensieg, dicht gefolgt von meiner 8. Rallye Breslau mit Abschluss auf dem 5. Gesamtrang.
Die Teilnahme an der BP Ultimate Rally Raid Portugal stellte das Ende der WM-Saison dar, die aufgrund eines Sturzes auf Etappe 1 zwar weniger erfolgreich ausfiel, aber mit Platz 5 in der Junior-Wertung dennoch wichtige Punkte gab.
Unterm Strich reichten die gesammelten Punkte aus, um den 3. Platz in der FIM Rally-Raid Rally 2 Junior Championship zu sichern.
Neben der Rallye Saison 2025 waren bislang alle Teilnahmen in Abu Dhabi von Erfolg gekrönt. Neben dem 3. Junior Platz in 2023 und 2024 konnte ich bei meinem ersten Auftritt in einem professionellen Dakar Team, der AG Dakar School, ebenfalls zum Sieg der Teamwertung beitragen.
Neben meinem Top 5 Finish in 2025 konnte ich bei der Rallye Breslau 2022 letztmalig ein Top 10 Finish verbuchen. Mit dem 2. Platz bei der Baja Europe 2025 gelang mir erstmalig ein Podium in der Gesamtwertung.














